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Sporttraumatologie

Die Sporttraumatologie beinhaltet zielstrebige Diagnostik mit klinischer Untersuchung durch erfahrene Unfallchirurgen und - wenn erforderlich - Röntgen, Kernspintomographie (MRT) oder Computertomographie (CT).

Die vielfach minimal invasiven Operationsverfahren sind jahrelang eingespielt. Sie richten sich nicht allein nach Prinzipien, sondern werden auf den Sportler / die Sportlerin sportartspezifisch abgestimmt.


Die Rehabilitation von Sportverletzungen

Ein in sich geschlossenes Konzept unter einem Dach
(Auszug aus einem Zeitungsartikel in „Odenwald regional“ 01/2008)

Mit der baulichen Erweiterung der bisherigen Räumlichkeiten auf insgesamt 450 Quadratmeter Therapieraum hat das PhysioZentrum Odenwaldkreis seine Therapiemöglichkeiten weiter optimiert. Der 2006 in Betrieb genommene moderne Gerätepark und die Einzelhandlungskabinen wurden durch die bauliche Anbindung eines Gruppentherapieraumes, moderne Umkleide und Dusche sowie weitere Behandlungsräume ergänzt.

Die dadurch geschaffenen Voraussetzungen für die sogenannte EAP-Zulassung durch die Berufsgenossenschaft, waren ausschlaggebend für die Erweiterung. Denn die seit Ende 2007 zugelassene Erweiterte Ambulante Physiotherapie ermöglicht eine spezialisierte Rehabilitation unfallverletzter Patienten.

Nun können Patienten, die an einer Unfallverletzung operiert wurden, die physiotherapeutische Rehabilitation im PhysioZentrum aufnehmen oder fortführen.

Hand in Hand
„Die Berufsgenossenschaften geben uns damit die Möglichkeit, Patienten umfassend und individuell zu rehabilitieren“, so Norbert Müller, leitender Physiotherapeut des PhysioZentrum Odenwaldkreis. Als Betreuer der deutschen Leichtathletik-Nationalmannschaft verfügen er und seine Mitarbeiter über ein fundiertes Wissen in der Rehabilitation von Unfall- und Sportverletzungen und wissen um die Wichtigkeit eines stimmigen Gesamtkonzeptes. „Für die Menschen ist es wichtig, entsprechend ihrer eigenen Ansprüche schnellstmöglich wieder fit zu werden. Und dabei unterstützen wir sie professionell und individuell.“

Genau so sieht es Peter Bause, Sportmediziner und Chefarzt der chirurgischen Klinik am Gesundheitszentrum in Erbach, der unter dem gleichen Dach die Patienten operiert, die anschließend im PhysioZentrum nachbehandelt werden können: „Für mich ist das Gesamtkonzept wichtig. Was nutzt es dem Patienten, wenn er bestmöglich operiert wurde und die anschließende Rehabilitation wird nicht an seine ganz persönlichen Bedürfnisse angepasst?“ Nach über zwanzig Jahren arthroskopischer (also minimal invasiver) Gelenkchirurgie ist der Chefarzt der chirurgischen Klinik am Gesundheitszentrum in Erbach, Peter Bause, ein Routinier.

Für eine nahtlos folgende und der Operation angepasste Rehabilitation sorgen klinikeigene Nachbehandlungskonzepte, die den Patienten auch außerhalb des Krankenhauses einer gezielten und für ihn angepassten Nachsorge zuführen. So arbeiten Operateur und Therapeuten Hand in Hand zur bestmöglichen Betreuung der Patienten.

Das Kreuz mit dem Kreuzband
Vor allem Kniegelenk-, Knöchel- oder Schulterverletzungen sind es, die sich die Verletzten in den meisten Fällen bei sportlichen Betätigungen oder bei Freizeitbeschäftigungen zuziehen. Als klassischer Fall zählt der Kreuzbandriss. Handball- oder Fußballspieler haben hier ein besonders hohes Verletzungsrisiko. Und nicht selten kommt es dabei zu Begleitverletzungen (Meniskus, Seitenband) oder zu Knorpelschäden, die ebenfalls behandelt und rehabilitiert werden müssen.

Bei der Operation des Kreuzbandes wird ein Riss am vorderen Kreuzband anders behandelt als eine Behandlung des hinteren Kreuzbandes. Auch ist der Krankheits- und Rehabilitationsverlauf für das hintere Kreuzband länger und aufwändiger. Ist das hintere Kreuzband frisch gerissen, wird es stabilisiert, indem arthroskopisch – also unter Kameraansicht – minimal invasiv eine körpereigene Sehne in das Gelenk eingeführt und so das gerissene Band gestärkt wird.

Hierdurch konnten die Rehabilitationsergebnisse deutlich gebessert und der Heilungsverlauf beschleunigt werden. Bei nur geringer Lockerung des Bandes kann manchmal konservativ (ohne Operation) allein durch äußere Schienung (Knieorthese) behandelt werden. Ist das hintere Kreuzband vor längerer Zeit gerissen und im späteren Verlauf locker, wird es ebenfalls minimal invasiv durch eine körpereigene Sehne ersetzt. Gleichzeitig versorgt der Operateur Begleitverletzungen im Gelenk: Meniskuseinrisse werden – wenn möglich – mit biologischen Minischrauben oder mittels Naht fixiert.

Ist das vordere Kreuzband abgerissen, lässt es sich nicht erhalten, weil es schlechter durchblutet wird als das hintere Band. Auch das vordere Kreuzband wird arthroskopisch durch eine körpereigene Sehne ersetzt. In gleicher Operation versorgen die Chirurgen des Erbacher Gesundheitszentrums weitere Verletzungen des Gelenks: Knorpel werden fixiert oder transplaniert, Meniskusrisse werden – wenn durchführbar – genäht, um möglichst viel Meniskusgewebe zu erhalten.

Gelenkknorpel – Schutz und Regeneration
Im Falle eines Knorpelschadens legen die Operateure großen Wert auf die Regeneration des Gelenkknorpels. Je nach Beschädigung wird mit einem speziellen Stromsystem der Knorpel geglättet. Eine Knorpelknochentransplantation erfolgt bei tiefen Defekten (OATS). Dabei wird ein Knorpel/Knochenzylinder aus nicht benötigten Gelenkanteilen in den Defekt transplantiert. Bei größeren Defekten im Knorpel entnimmt man Knorpelzellen, die im Speziallabor gezüchtet werden (MACI®).

Nach zirka fünf Wochen werden die „neuen“ Knorpelzellen auf einer sogenannten Matrix (Netzgewebe, das sich nach Monaten auflöst) in den Defekt transplaniert. Die Nachbehandlung nach solchen Eingriffen dauert mehrere Monate und benötigt umfassendes Aufbautraining. Das Verfahren führt allerdings zum Nachwachsen von belastbarem Gelenkknorpel, was für die Rehabilitation des Gelenkes bedeutend ist.

Wieder Sport treiben?
Die meisten Sportarten können nach einem Kreuzband-Eingriff wieder betrieben werden.

Gerade wegen der minimal invasiven Operationstechnik wird das Knie schneller und vollständiger wieder hergestellt als bei den herkömmlichen Operationen mit breiter Knieöffnung. Auch hat sich das Wissen um die Rekonstruktion der Kniebänder stark erweitert, sodass eine bessere Wiederherstellung möglich ist.

Sportarten, die das Knie besonders stark belasten – wie z. B. Fußball, Handball, Sprung- und Tanzsportarten, alpiner Skilauf -, dürfen erst begonnen werden, wenn Kraft, Koordination und Ausdauer wieder hergestellt sind. Im Profibereich werden diese Sportarten nach ca. sechs Monaten, bei Hobbysportlern erst nach zehn bis zwölf Monaten wieder aufgenommen. Ausdauersportarten wie Schwimmen, Radfahren, Rudern oder Skilanglauf, dürfen viel früher wieder ausgeübt werden.

Eigeninitiative
Die rehabilitative und physiotherapeutische Betreuung des Patienten spielt nach einer Knieoperation eine wichtige Rolle. Um ein optimales Rehabilitationsergebnis zu erzielen, werden gezielt Therapiemaßnahmen wie manuelle Lymphdrainage, manuelle Therapie, Krankengymnastik, Elektrotherapie, Koordinationstraining und Muskelaufbautraining angewendet.

Operateur, betreuender Arzt und Physiotherapeut stimmen das Nachbehandlungskonzept für jeden Patienten individuell ab.

Gute Rehabilitationsergebnisse werden erreicht, wenn sich die Therapiemaßnahmen – also die physiotherapeutische Behandlung – an den Wundheilungsphasen orientieren, denn ein Zuviel kann sich negativ auf das Gesamtergebnis auswirken.

Wichtige Grundsätze für die Nachbehandlung
1. Schaffung optimaler postoperativer Voraussetzungen (frühfunktionelle Behandlung direkt nach der Operation)
2. Anpassen der Therapie durch individuelle Therapieplanung
3. Optimale Auswahl der Therapieformen (Lymphdrainage, Manuelle Therapie, Krankengymnastik usw.)
4. Aufklären des Patienten über den Therapieverlauf
5. Einhalten der ärztlichen Therapie und Belastungsvorgaben

Alles unter einem Dach
Die operativen Möglichkeiten der Sporttraumatologie, die das qualifizierte Ärzteteam um Chefarzt Peter Bause in der Unfallchchirurgischen Klinik des Gesundheitszentrums vorhält, erhalten durch das erweiterte Raumkonzept des PhysioZentrums Odenwaldkreis attraktive Nachbehandlungsmöglichkeiten, die jedem Patienten zur Verfügung stehen.

Der Patient kann bereits während seines OP-bedingten Krankenhausaufenthaltes Räume, Therapeuten und Trainingsmöglichkeiten kennenlernen und die weitere Rehabilitation in die Wege leiten.

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