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Fußchirurgie



 

Wir bieten in unserer Klinik die Diagnostik und Therapie von angeborenen und erworbenen Erkrankungen des Fußes und Sprunggelenkes an. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Versorgung und Therapie von Verletzungen und deren Folgen.

 

 

Nachfolgend sind exemplarisch die häufigsten Krankheitsbilder und Verformungen im Vorfußbereich aufgeführt.

 

Die Operationen können in Allgemeinnarkose (Vollnarkose) oder auch in Regionalanästhesie (Betäubung des Beins unterhalb des Kniegelenkes) erfolgen.

 

 

 

Hallux valgus

Symptome

Die Großzehe ist in Richtung der übrigen Zehen gebogen. Im Bereich des Großzehengrundgelenkes entsteht ein nach innen hervortretender Ballen. Häufig kommt es hierdurch zu einer chronischen Reizung und Entzündung eines Schleimbeutels (chronische Bursitis) im Bereich des Ballens. Die 2. und 3. Zehe können durch die Großzehe bedrängt werden, sodass sie ausweichen müssen und ebenso eine Fehlstellung (Krallenzehe, Hammerzehe) entwickeln.

 

Ursache

Häufig durch mechanische Dauerbelastung ausgelöst und begünstigt (zu enges Schuhwerk, Schuhe mit hohen Absätzen und spitz zulaufender Vorderseite), häufig kombiniert mit einem Spreizfuß und Knick-Plattfuß.

Selten ist die Fehlstellung angeboren.

 

Therapie

Es gibt mehr als 100 verschiedene Operationen im Bereich der korrigierenden Fußchirurgie. Allein daran lässt sich erkennen, dass es keine perfekte Behandlungsmethode gibt.

Wir wenden nach jahrelangen Erfahrungen die Operationsverfahren an, welche die bestmöglichen Ergebnisse versprechen.

 

Zu jedem Eingriff gehört die Korrektur der Weichteile an Gelenkkapsel und Sehne der Großzehe. Meistens genügt aber diese Weichteilkorrektur nicht als alleinige Maßnahme.

Die Exostose (knöcherner Vorsprung) und der entzündete Schleimbeutel werden zusätzlich entfernt.

 

Ein wesentlicher Operationsschritt ist die Annäherung des 1. Mittelfußknochens an den 2. Mittelfußknochen. Das führt zu Verschmälerung des Fußes und zur verbesserten Ausrichtung der Großzehe.

 

Abhängig von der Situation machen wir dies mit verschiedenen OP-Methoden:

Eine Korrekturoperation heißt Umstellungsosteotomie. Dabei entnimmt man einen vorgeplanten Keil aus dem ersten Mittelfußknochen und stabilisiert den Knochen wieder mit einem Plättchen und Schrauben.

 

Ist mit der genannten Methoden keine ausreichende Achskorrektur der Großzehe möglich, korrigieren wir zusätzlich die Zehenachse durch eine Akin-Osteotomie. Ein 1 bis 2 mm breiter Keil wird hierbei aus dem Grundglied der Großzehe entnommen, der Spalt geschlossen und mit einer Minikrampe fixiert.

 

Nachbehandlung

Die Rehabilitation gestaltet sich fast immer funktionell, dass heißt ohne Gips in einem Spezialschuh (Vorfußentlastungsorthese), der mit Verband getragen werden kann und in dem eine rasche Vollbelastung erlaubt wird („Heilbronner Abrollschuh“).

Dieser Schuh muss je nach Eingriff 3 bis 6 Wochen getragen werden. Fuß und Zehen werden mittels einer elastischern Bandage gewickelt. Zu empfehlen sind Muskelkräftigungstraining der Fuß- und Unterschenkelmuskulatur unter physiotherapeutischer Anleitung sowie manuelle Lymphdrainage.

Drähte werden in der Regel nach 3 Wochen entfernt. Platten können in Abhängigkeit des Patientenwunsches nach 6 bis 12 Monaten operativ entfernt werden (man kann sie aber auch belassen).

Eine adäquate Nachbehandlung ist eine wichtige Voraussetzung zum Erreichen eines guten Ergebnisses. Allerdings benötigt die Nachbehandlung Zeit.

Autofahren zum Beispiel ist je nach Art des Eingriffes nach 4 bis 8 Wochen möglich.

 

Schwellungszustände des Vorfußes sind in den ersten Wochen normal und können bis zu 3 bis 4 Monate nach einem umfangreichen Korrektureingriff anhalten.

 

 

Hallux rigidus

Symptome

Schmerzen und Versteifung des Großzehengrundgelenkes durch Gelenkverschleiß (Arthrose).

 

Ursache

Bestehende Knorpelschwäche(angeboren), vorangegangene Verletzungen, Fehlstellung, Stoffwechselerkrankung, Überbelastung.

 

Therapie

Bei noch ausreichend guter Gelenkfunktion und gut erhaltenem Gelenk Entfernung von Knochenwülsten (Cheilektomie).

Bei fortgeschrittener Gelenkabnutzung mit Destruktion des Gelenkes wird das Großzehengrundgelenk mittels Platte oder Schrauben versteift (Arthrodese).

 

Nachbehandlung

Nach Cheilektomie ist 14-tägige Schonung erforderlich. Die Versteifungsoperation erfordert einen längeren Verlauf der Nachsorge mit anfänglicher Gipsruhigstellung, gefolgt von der funktionellen Therapie im „Heilbronner Abrollschuh“. Die Belastbarkeit wird somit nach 6-8 Wochen erreicht.

 

 

 

 

Mortonneuralgie

Symptome

Schmerzen im Bereich des Vorfußes unter Belastung. Verstärkt durch das Tragen fester und enger Schuhe oder durch Fußfehlstellungen, z.B. im Rahmen des Spreizfußes. Die Schmerzen werden meist im Köpfchenbereich der Mittelfußknochen zwei bis vier lokalisiert und sind durch Druck auf die Weichteile zwischen diesen Mittelfußköpfchen auslösbar.

 

Ursache

Die Schmerzen entstehen durch Quetschung der Nerven zwischen Mittelfußköpfchen. Hierdurch kommt es zu einer knotenartigen Verdickung der Zehennerven.

 

Therapie

Ein konservativer Behandlungsversuch besteht aus Spritzentherapie und Einlagenversorgung.

Oftmals muss aber mit einem operativen Eingriff der Nervenknoten entfernt werden. Es verbleibt regelhaft eine Taubheit an der betroffenen Zehe, die aber nach kurzer Gewöhnungszeit nicht mehr stört.

 

Nachbehandlung

Schonung bis zur Wundheilung

 

 

 

 

Fehlstellung der Zehen 2 bis 5

 

Hammerzehe

Symptome

Beugefehlstellung im Zehenmittelgelenk, Zehenkuppe steht im Kontakt zum Boden. Es entwickeln sich schmerzhafte Druckstellen (fußsohlenwärts entstehen Schwielen, fußrückenwärts Clavi = Hühneraugen).

 

Ursache

Selten angeboren. In der Regel durch Spreizfuß ausgelöst. Durch das Auseinanderweichen der Mittelfußknochen verändert sich die Sehnenführung. Die Sehnen ziehen dann die Zehe in die Fehlstellung.

 

Therapie

Man kann mit Schaumpolstern aus der Apotheke oder der Drogerie den Druck auf die Zehe entlasten.

Wichtig ist aber das konsequente Tragen von Schuheinlagen, die vom Orthopädieschuhmacher oder Sanitätshaus angepasst werden.

 

Bleiben die Schmerzen bestehen, gibt es verschiedene Operationsmöglichkeiten. Die häufigste ist die OP nach Hohmann, bei der man das Köpfchen des Zehengrundgliedes entfernt und die Zehe vorübergehend mit einem Draht im Knochen schient. Der Draht wird nach 3 bis 4 Wochen wieder entfernt.

Nachbehandlung

Funktionelle Rehabilitation entsprechend der Nachsorge nach Hallux valgus Operationen (siehe oben).

 

Krallenzehe

Symptome

Beugefehlstellung des Zehenmittel- und endgelenkes. Überstreckung im Zehengrundgelenk. Zehenkuppe verliert Bodenkontakt.

 

Ursache

Selten angeboren. In der Regel durch Spreizfuß ausgelöst. Durch das Auseinanderweichen der Mittelfußknochen verändert sich die Sehnenführung. Die Sehnen ziehen dann die Zehe in die Fehlstellung.

 

Therapie

Man kann mit Schaumpolstern aus der Apotheke oder der Drogerie den Druck auf die Zehe entlasten.

Wichtig ist aber das konsequente Tragen von Schuheinlagen, die vom Orthopädieschuhmacher oder Sanitätshaus angepasst werden.

 

Bleiben die Schmerzen bestehen, gibt es verschiedene Operationsmöglichkeiten. Die häufigste ist die OP nach Hohmann, bei der man das Köpfchen des Zehengrundgliedes entfernt und die Zehe vorübergehend mit einem Draht im Knochen schient. Der Draht wird nach 3 bis 4 Wochen wieder entfernt.

 

Nachbehandlung

Funktionelle Rehabilitation entsprechend der Nachsorge nach Hallux valgus Operationen (siehe oben).

 

 

 

 

Digitus quintus varus

(Fehlstellung der Kleinzehe und Abspreizung des 5. Mittelfußknochens)

 

Symptome

Kleinzehendeformität mit Beugefehlstellung der Zehengelenke und gleichzeitiger Verkippung der gesamten Zehe. Hierbei kann die 5. Zehe der 4. Zehe entweder auf- oder untergelagert sein. Gleichzeitig Abspreizen des 5. Mittelfußknochens mit Verbreiterung des Fußes.

 

Ursache

Selten angeboren. In der Regel durch Spreizfuß ausgelöst. Durch das Auseinanderweichen der Mittelfußknochen verändert sich die Sehnenführung. Die Sehnen ziehen dann die Zehe in die Fehlstellung.

 

Therapie

Konservative Therapie

Mit orthopädischen Schuheinlagen und Schaumpolsterungen können Beschwerden gelindert werden. Eine Verbesserung der Fehlstellung ist hiermit allerdings nicht zu erreichen. Eine Operation ist bei ausbleibender Besserung zu empfehlen.

 

Operative Therapie

Umstellungsosteotomie des 5. Mittelfußknochens. Hierbei wird ein vorgeplanter Keil aus dem genannten Mittelfußknochen entnommen und der Knochen mit Miniplättchen und Schrauben stabilisiert. Dies führt zur Verschmälerung des Fußes und zur Begradigung der Kleinzehe.

 

Nachbehandlung

Die Mobilisation im „Heilbronner Abrollschuh“ erfolgt wie nach Hallux valgus Operationen (siehe oben).

 

 

 

Fußwurzel und Rückfußerkrankungen

 

Weitere Maßnahmen der Fußchirurgie sind bei uns

Versteifungsoperationen von Fußwurzelgelenken. Bei schweren Arthrosen dieser Gelenke können die Schmerzen trotz orthopädischem Schuhwerk so bedeutend sein, dass die operativen Eingriffe die Lebensqualität der Patienten deutlich verbessern können.

Arthrose des Sprunggelenkes der Fußwurzel des Mittelfußes

 

Symptome

Schmerzen beim Gehen im Bereich der Arthrosegelenke, oft auch in Ruhe ohne Belastung.

 

Ursache

So wie an anderen Gelenken können die Arthrosen des Fußes durch Verschleiß und Abnutzung entstehen.

Nicht selten sind aber auch Verletzungen aus früheren Jahren vorausgegangen, die eine Arthrose fördern.

 

Therapie

Die Versteifungsoperation erfolgt je nach Lokalisation mit Schrauben oder/und Platten. Eventuell ist eine Knochenmarktransplantation vom Beckenkamm zusätzlich erforderlich.

 

Nachbehandlung

Die Mobilisation erfolgt in einem Spezialstiefel unter Teilbelastung des Beins. Die Nachbehandlung erstreckt sich über 3(4) Monate. Diese Zeit ist erforderlich, damit die versteiften Knochen miteinander verwachsen können und so schmerzfrei und stabil werden.

 

Haglund-Ferse

 

Symptome

Schmerzen im Ansatzbereich bzw. kurz oberhalb der Achillessehne (Achillodynie) und am hinteren Fersenbein. Es kann zu sichtbaren Schwellungen und gelegentlich zu lokalen Rötungen kommen.

 

Ursache

Durch eine angeborene Formvariante des Fersenbeinkörpers im Sinne einer knöchernen Vorwölbung(Knochenvorsprung) kann es druckbedingt zu entzündlichen  Weichteilveränderungen (Schleimbeutelreizung=Bursitis) oder Achillessehnenreizungen (Insertionstendopathie, Achillodynie) kommen.

 

 

Therapie

Zunächst konservative Behandlung ähnlich wie beim Fersensporn: Schuheinlagen mit Weichbettung, Reizstrom, Ultraschall, Spritzeninfiltration, Physiotherapie.

 

Schlägt die Behandlung nicht an, empfehlen wir die Operation, die wir ambulant durchführen. Hierbei wird der störende Knochenvorsprung einschließlich des entzündeten Schleimbeutels entfernt.

 

Nachbehandlung

Mit 2-4-wöchiger Arbeitsunfähigkeit (abhängig vom Beruf) ist zu rechnen. Die Mobilisation erfolgt unter anfänglicher Teilbelastung über 10-14 Tage bis zur Wundheilung.

 

 

Fersensporn

Symptome

Schmerzen unter Belastung im Fußsohlenbereich direkt unter dem Fersenbein. Teilweise auch dumpfe oder stechende Ruheschmerzen im Bereich des Fersenbeins. Die Schmerzen können unregelmäßig auftreten.

 

Ursache

Durch einen verstärkten Zug bzw. erhöhte Muskelspannung im Fußsohlenmuskel (Musculus plantaris). Dieser Zug überträgt sich auf die Muskelhaut (Plantarfaszie), die zwischen Muskel- und Fußsohlenhaut liegt und mit derben Bindegewebssträngen mit ihr verwachsen ist.

 

Die Plantarfaszie ist ebenso mit dem Fersenbein verwachsen und bildet hier den Sehnenansatz der Fußmuskeln. Durch die erhöhte Zugbeanspruchung kommt es zu einem chronischen Reizzustand (Knochenhautreizung=Periostitis). Weiterhin führt die erhöhte Belastung zu immer wiederkehrenden Mikroverletzungen des Gewebes. Der Körper lagert als überschießenden Versuch eines Reparaturmechanismus Knochenmaterial in den Sehnenansatz ein, was den Sporn verursacht. Problem und Ursache sind also nicht der kleine Knochensporn, sondern die chronische Entzündung der Faszie.

 

Therapie

Domäne der Therapie des Fersenspornes ist die konservative Therapie: Schuheinlagen mit Weichbettung, Reizstrom, Ultraschall, Stoßwellentherapie, Spritzeninfiltration, Physiotherapie, Geduld.

 

Nur wenn nach mehreren Monaten trotz der konservativen Behandlung keine Besserung eintritt, operieren wir ambulant mittels Einkerbung der Faszie. Der Sporn selbst wird in der Regel nicht entfernt, weil er nicht die Ursache der Beschwerden ist, sondern die Sehnen-, Faszienreizung.

 

Nachbehandlung

Die Mobilisation erfolgt bis zur Wundheilung an Unterarmgehstützen mit Teilbelastung über 10-14 Tage.

Wichtige Rufnummern

GZO-Zentrale:
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Ärztlicher Bereitschaftsdienst: 116 117

Notruf: 112