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Ausbildungscurriculum
Anästhesiologie

Dieses Ausbildungscurriculum Anästhesie dient als Empfehlung und Leitstruktur zur Einarbeitung neuer Mitarbeiter in das Fach der Anästhesie, Intensivmedizin und Schmerztherapie und zur Ausbildung der Weiterbildungsassistenten mit dem Ziel der erfolgreichen Facharztprüfung.

Die Abteilung für Anästhesie des Gesundheitszentrums Odenwaldkreis ist zu eine 30-monatigen Weiterbildung berechtigt. Ziel dieses Ausbildungscurriculums ist es, dem Weiterbildungsassistenten in dieser Zeit die theoretische Kenntnisse und das Grundlagenwissen zur Physiologie, Pathophysiologie und Pharmakologie zu allen Anästhesie relevanten Themen sowie medikolegiale und wirtschaftliche Aspekte der Anästhesie und die theoretischen und praktischen Grundlagen in der anästhesiologischen Intensivmedizin zu vermitteln. Weiterhin werden innerhalb der ersten 2 Ausbildungsjahre Einweisungen in alle anästhesierelevanten Geräte des Hauses durchgeführt.

Das Curriculum ist in einen Grundlagen- und in einen Fortgeschrittenenteil unterteilt. Im Grundlagenteil werden die Inhalte dargestellt, die der Mitarbeiter in den ersten 6 Monaten erlernen soll. Es wird angestrebt, dass der Weiterbildungsassistenz nach 12 Monaten in der Lage ist, Anästhesie-Bereitschaftsdienste zu übernehmen, mit einem Facharzt / Oberarzt in Rufbereitschaft zu Hause.

Im Fortgeschrittenenteil werden die erlernten Fähigkeiten vertieft und erweitert, im Besonderen die Narkoseführung bei Eingriffen in den verschiedenen Fachdisziplinen. Innerhalb der ersten 18 Monate sollte der Weiterbildungsassistent für 3 Monate in die Grundlagen der Intensivmedizin eingearbeitet und unterrichtet werden. Eine Vertiefung der intensivmedizinischen Kenntnisse kann zwischen dem 3.-5. Weiterbildungsjahr erfolgen.
In den Spezialgebieten Neuroanästhesie, Kardioanästhesie und Kinderanästhesie bietet das Gesundheitszentrum Odenwaldkreis keine bzw. nur eine eingeschränkte Ausbildungsmöglichkeit. Zur Erlangung der Facharztreife muss der Weiterbildungsassistenz für mindestens 3 Jahre eine Facharztstelle in einem Haus mit voller Weiterbildungsberechtigung besetzten und kann dort das notwendige Wissen in den Spezialgebieten erlangen.

Entsprechend den Vorgaben der DGAI zur Aus- und Weiterbildung zum Facharzt für Anästhesiologie und Intensivmedizin werden das erlernte Wissen und die neu erworbenen Fähigkeiten in regelmäßigen Weiterbildungsgesprächen überprüft. Diese Gespräche finden nach 1, 3, 6 bzw. 12-18 Monaten (siehe S. xx) und danach jährlich bis zum Erreichen des Facharzt-Status statt. Der Inhalt und das Ergebnis der Gespräche müssen  dokumentiert werden. Dem Ausbildungsassistenten wird dringend empfohlen, ein Ausbildungsprotokoll mit der Dokumentation aller verrichteter Tätigkeiten zu führen.

Ausbildungsziele:

1.-3. Monat:
Im Vordergrund steht das Erlernen der Grundlagen (siehe Abschnitt B), so dass der Weiterbildungsassistent bei ASA I-II Patienten mit unkomplizierten Operationen alleine die Anästhesie, mit einem Facharzt in Rufweite, sicher durchführen kann.

4.-12. Monat:
Ziel dieses Ausbildungsabschnittes ist das Erlernen aller gängigen Narkoseverfahren und das selbstständige Führen einer Narkose bei ASA II-IV Patienten unter Aufsicht eines erfahrenen Facharztes bzw. Oberarztes. Er soll erlernen, bei Notfall-Operationen, z.B. Notsectio, selbst, unter Alarmierung des Facharztes / Oberarztes, die Anästhesie durchzuführen.
Ziel dieses Ausbildungsabschnittes ist, dass der Weiterbildungsassistent nach 12 Monaten in der Lage sein sollte, Anästhesie-Bereitschaftsdienste mit einem Facharzt / Oberarzt in Rufbereitschaft zu Hause durchzuführen.
Weiterhin soll der Weiterbildungsassistenz die Vorbereitung des Patienten auf Anästhesie und Operation erlernen sowie die Grundlagen des Airwaymanagements, die kardiopulmonale Reanimation und die Anlage venöser und arterieller Zugänge. 

12.-18. Monat:
In diesem Ausbildungsabschnitt sollen die erworbenen Kenntnisse in der Narkoseführung bei ASA II-IV Patienten vertieft und das Management von Notfallsituationen geübt werden.

ab 19. Monat:
In diesem Ausbildungsabschnitt steht das Vertiefen der Anästhesieverfahren in der Allgemein-, Abdominalchirurgie, Orthopädie, Traumatologie, Gynäkologie und Geburtshilfe sowie Urologie und HNO im Vordergrund. Regionale Anästhesieverfahren sollen erlernt und geübt werden. Des Weiteren werden spezielle Probleme und Gefahren der Anästhesie bei ambulanten Eingriffen und Kenntnisse in der Akutschmerztherapie vermittelt.

Zusatzbezeichnung Notfallmedizin:
Die vorgeschriebene Mindestdauer der klinischen Tätigkeit zur Erlangung der
Zusatzbezeichnung Notfallmedizin beträgt in Hessen 30 Monate. Der
Weiterbildungsassistent soll innerhalb dieser Zeit die hierfür benötigten 6 Monate intensivmedizinische Ausbildung erhalten, mit dem Ziel möglichst zeitnah die Qualifikation zu erwerben.

Facharzt-Weiterbildungen und Kurse:

  • Strahlenschutzkurs nach RöV
  • Grundlagen der Sonographie
  • Ultraschallgestützte Regionalanästhesie
  • Einführung in die Intensivmedizin (1 Woche)
  • Anästhesiesimulatortraining

>> detaillierte Informationen können Sie dem PDF-Download entnehmen

08.2013
Ausbildungscurriculum Anästhesie
PDF-Datei 763 kB

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