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Endoprothetik


EndoProthesenRegister Deutschland (EPRD)

 

Seit 01.01.2015 werden alle Prothesenoperationen für Hüft- und Kniegelenke von der Erbacher Klinik mit Einverständnis des Patienten an das Endoprothesenregister Deutschland (EPRD) gemeldet.

Ein solches Register ist in anderen Ländern (z. B. Schweden, Australien) seit vielen Jahren gesetzlich verpflichtend. In Deutschland wurde es mit Unterstützung der Krankenkassen und dem Institut für Qualität und Patientensicherheit (BQS) vor kurzem ins Leben gerufen und wird auf freiwilliger Basis geführt. Laut Chefarzt Bause stellt es eine seit vielen Jahren überfällige Maßnahme zur Transparenz und Qualitätssicherung in der Endoprothetik dar.



Kleiner Schnitt, große Wirkung

Innovative Operationsmethode mit schneller Rehabilitation

Minimal invasive Operations- und Behandlungsmethoden sind in aller Munde. Aber nicht immer trifft die Bezeichnung „minimal invasiv“ zu. Unter minimal invasiver Operation versteht man das schonende Operieren mit kleineren Hautschnitten als bei den herkömmlichen Eingriffen. Diese Operationsmethode belastet den Körper in der Regel weniger als konventionelle („offene“) Operationen, da auf eine breite Eröffnung des Operationsfeldes verzichtet wird. Der Operateur nutzt – soweit möglich – die natürlich vorgegebenen Muskel- und Gelenkspalten, drängt sie auseinander (ohne sie zu durchtrennen) und kommt auf diese Weise zu den Gelenken. Muskel-, Sehnen- und Bindegewebe in der Tiefe werden bewahrt und geschont.

Das künstliche Hüftgelenk

Obwohl Hüftgelenksoperationen inzwischen Routine sind, handelt es sich um einen komplizierten chirurgischen Eingriff, der vom Operateur ein sicheres Augenmaß und eine ruhige Hand erfordert. Um eine gute Sicht auf das Operationsfeld zu haben, löst der Chirurg bei der herkömmlichen Operationstechnik Muskeln ab, durchtrennt viele Gewebsschichten und eröffnet breit das Gelenk, um die Prothese einsetzen zu können. Nach der Implantation der Prothese werden Gewebe und Muskeln wieder angenäht. Ein stabiler Sitz der Prothese ist auf diese Weise gewährleistet. Narbenschmerzen, muskuläre Einschränkungen und längere Rehabilitationszeiten können jedoch die Folge sein.

Manche sogenannte minimal invasive Operationsmethoden zum Einbau eines neuen Hüftgelenkes erfordern Spezialprothesen, über deren Haltbarkeit noch keine ausreichende Erfahrung vorliegt. Zudem besagt der kleine Hautschnitt alleine noch nicht, dass auch schonend und minimal invasiv operiert wird. Bei einigen Operationsmethoden werden in der Tiefe trotzdem Muskeln und Sehnen abgelöst.

Am Kreiskrankenhaus Erbach (Gesundheitszentrum Odenwaldkreis GmbH) setzen die Operateure der Klinik für Unfall- und Orthopädische Chirurgie und Sporttraumatologie seit 2004 Hüftgelenksendoprothesen nach der sogenannten OCM-Methode ein. Von Vorteil ist hier, dass alle gängigen, auf dem Markt erhältlichen Prothesensysteme zu verwenden sind. Die erfahrenen Fachärzte für Chirurgie und Orthopädie setzen Prothesen ein, deren lange Haltbarkeit in großen Untersuchungen bestätigt wurde und die über moderne und ausgereifte Gleitpaarungen verfügen (ultrahochvernetztes Polyethylen, Chrom-Kobald, Keramik). Wichtig ist nämlich, dass die sich miteinander bewegenden Teile der Prothese aus weltweit anerkannten und modernen Materialien hergestellt sind. Zudem müssen die Teile der Prothese, die sich im Knochen verankern, über viele Jahre getestet sein und sich bewährt haben. Bei zementfreien Prothesen wird beispielsweise Titan benutzt. Wenn der Knochen allerdings nicht stabil genug ist, wird die Prothese mit Knochenzement eingesetzt. Wegen der schlechten Bindefähigkeit zwischen Titan und Zement werden hier Chrom-Kobald-Prothesen verwendet.
Bei der praktizierten OCM-Operationstechnik werden keine Muskeln und Sehnen durchtrennt oder abgelöst. Durch eine Lücke zwischen zwei Muskelgruppen erreicht der Chirurg das Gelenk, während er mit speziellen Operationsinstrumenten die Muskeln zur Seite hält.

Ein großer Vorteil der praktizierten Operationsmethode ist die tatsächliche Schonung und der Erhalt von Muskel und Gewebe. Auch verliert der Patient weniger Blut. Die Patienten stehen bereits am Operationstag auf und dürfen das operierte Bein sofort voll belasten. Üblicherweise sind die Patienten schneller wieder beweglich, wodurch sich die Rehabilitationsphase verkürzt.

Neben Chefarzt Peter Bause verfügen fünf Oberärzte über die Qualifikation für diese Operationsmethode, die sich in den nächsten Jahren sicherlich auf Grund der großen Vorteile weiter verbreiten wird.

Operative Eingriffe können noch so versiert und zuverlässig durchgeführt werden - wenn die qualifizierte Nachsorge fehlt, wird oftmals das Endergebnis nicht optimal. Da die Krankenkassen nicht mehr die erforderliche Physiotherapie in vollem Umfang finanzieren, legt Chefarzt Peter Bause größten Wert auf ein hochqualifiziertes Therapeutenteam auch schon in der Klinik. Das PhysioZentrum Odenwaldkreis GmbH mit dem Leitenden Physiotherapeuten Norbert Müller beschäftigt mehr als zwanzig Therapeuten, einschließlich Diplom-Sportlehrern, die stationäre und ambulante Patienten in enger Abstimmung mit den Ärzten behandeln. So können die Patienten bestmöglich wieder auf die Beine kommen, natürlich abhängig vom individuellen Gesundheits- und Kraftzustand. Besonderer Wert wird auf die individuelle Behandlung und ständige Anpassung des Reha-Planes gelegt.

Operateur und Physiotherapeut arbeiten Hand in Hand

Schon am ersten Tag nach der Operation stehen die Patienten mit Unterstützung der Krankengymnasten (Physiotherapeuten?) auf. Ein Schmerzbehandlungsprogramm für Tag und Nacht mit einem individuell zu steuernden Schmerzkatheter sorgt für eine schmerzarme Rehabilitation. Dieses Programm zur Schmerztherapie wurde mit Unterstützung erfahrener Schmerztherapeuten speziell für das Gesundheitszentrum in Erbach erstellt. Hierbei fragen Mitarbeiter aus Medizin und Pflege anhand einer Numerischen Rating-Skala (NRS) die Schmerzintensität ihrer Patienten ab und passen die Medikamente entsprechend an. Die Patienten dürfen nach der Prothesenoperation von Beginn an voll belasten, was zum Wohlbefinden und zur rascheren Mobilisierung beiträgt.

Um langfristig gesehen seine Gesundheit wieder herzustellen, muss der Patient bereit sein, die mehrere Monate dauernde Nachbehandlung zu absolvieren und aktiv an seiner Rehabilitation mitzuarbeiten. Wichtig ist das Gesamtkonzept einschließlich der Rehabilitation. Vor allem braucht der Patient Vertrauen in seinen Operateur und die Gewissheit, nach dem Eingriff die notwendige Rehabilitation mit Eigenaktivität zu unterstützen.

Fazit: minimal invasive - also schonende - Operationen führen, durch erfahrene Operateure ausgeführt, zur besseren und schnelleren Rehabilitation der Patienten.

 

Kontakt

Unfall- und Orthopädische Chirurgie, Sporttraumatologie
Telefon (0 60 62) 79 40 05
Chirurgie@GZ-Odw.de



 

Das künstliche Kniegelenk nach Maß

Entwicklungen in der Kniegelenkprothetik

 

Der künstliche Kniegelenkersatz ist einer der am häufigsten durchgeführten Eingriffe in der Orthopädie. Im bundesweiten Durchschnitt wird jährlich 130 von 100.000 Einwohnern ein neues Kniegelenk eingesetzt (Quelle: Faktencheck Gesundheit 2013, Daten Wissenschaftlichs Institut der AOK, Berechnung und Darstellung DGOOC). Jedoch ist festzustellen, dass die Anzahl der implantierten Kniegelenkprothesen in Deutschland in den letzten Jahren nicht mehr zugenommen hat. Eine Abnutzung des Gelenkes (Arthrose) bzw. der Verschleiß der Gelenkfläche, oftmals berufs- (Handwerksberufe, stehende Arbeit) oder altersbedingt, verursacht Permanentschmerzen, die dem Betroffenen das Leben zur Qual machen.

 

 

Lebensqualität und Mobilität als Ziel

 

Eine Prothesenoperation sollte für Patienten und Orthopäden jedoch der letzte Schritt in der Behandlung einer Kniegelenksarthrose sein. Zuvor gibt es viele Methoden zur Beschwerdelinderung und zum Erhalt der Mobilität, die mit dem Orthopäden besprochen werden können. Ist aber schließlich der Gelenkknorpel vollständig abgeschliffen und die Lebensqualität wegen der Schmerzen oder durch eine Gehbehinderung verschlechtert, bieten moderne Prothesen eine gute Möglichkeit, Lebensqualität und Mobilität wieder zu verbessern.

 

Nach eingehenden Voruntersuchungen kann entschieden werden, ob noch eine gelenkerhaltende Maßnahme möglich ist. Ist das Kniegelenk überwiegend einseitig abgenutzt, kann eine sogenannte Schlittenprothese indiziert sein.

 

 

Hightech für beste Bewegungsfreiheit

 

Im Erbacher Gesundheitszentrum werden technisch ausgereifte modulare Oberflächenprothesen mit minimal invasiver Operationsmethode eingesetzt. Diese Implantate bestehen aus drei zueinander beweglichen Anteilen und die nach erfolgreicher Operation im Regelfall ein freies Bewegungsausmaß des Gelenkes ermöglichen. Durch die schonende Operationstechnik kann der vollständige Muskelerhalt gewährleistet werden, was zu deutlich rascheren Rehabilitationen gegenüber herkömmlichen Operationsmethoden führt.

 

Bevor eine solche Operation indiziert ist, wird durch spezielle Röntgenbilder unter Belastung sowie vorherige Arthroskopie (Spiegelung) des Gelenkes klargestellt, dass nur eine Seite des Gelenkes so stark abgenutzt ist, dass ein einseitiger Oberflächenersatz implantiert werden kann. Die andere Gelenkseite muss dafür noch so gesund sein, dass sie für viele weitere Jahre keine Prothesenoperation benötigt. Hier sind die individuellen Lebensumstände und spezifische Alltagsbelastungen - beispielweise beruflich bedingt - zu berücksichtigen. Erst nach dieser eingehenden Feststellung des status quo und der zu erwartenden weiteren Lebensentwicklung stellen die Erbacher Orthopäden gemeinsam mit dem Patienten die Operationsindikation.

 

Zeigt sich hingegen, dass die gesamte Gelenkoberfläche durch Arthrose zerstört ist, muss die Oberfläche des Kniegelenkes vollständig durch eine sogenannte Totalendoprothese (TEP) ersetzt werden. Diese allgemein benutzte Bezeichnung ist eigentlich missverständlich, weil bei der Prothesenoperation des Kniegelenks nicht das gesamte Gelenk ersetzt wird sondern lediglich die knöcherne Oberfläche. Das gewährleistet eine lange Lebensdauer der Prothese und gute Mobilität für die Patienten. Auch die TEP des Kniegelenks ist inzwischen modular und hochindividuell auf das jeweilige Patientenknie angepasst. Dies zeigt sich allein an 20 unterschiedlichen Größen, die genau auf das jeweilige Patientenknie angepasst werden können und an einem Operationsinstrumentarium, mit dem sich die individuelle Bänderführung genau berücksichtigen lässt. Ist das Gelenk stark verformt können die Erbacher Operateure zusätzlich eine computergestützte Navigation einsetzen, die dem geschulten Operateur wertvolle Hilfe zur Genauigkeit der Prothesenimplantation geben kann. Diese spezielle Operationstechniken werden im Erbacher Krankenhaus von Chefarzt Peter Bause und fünf erfahrenen Oberärzten der Klinik für Unfall- und Orthopädische Chirurgie beherrscht.

 

 

Operateur und Physiotherapeut arbeiten Hand in Hand

 

Schon am ersten Tag nach der Operation stehen die Patienten mit Unterstützung der Krankengymnasten (Physiotherapeuten?) auf. Ein Schmerzbehandlungsprogramm für Tag und Nacht mit einem individuell zu steuernden Schmerzkatheter sorgt für eine schmerzarme Rehabilitation. Dieses Programm zur Schmerztherapie wurde mit Unterstützung erfahrener Schmerztherapeuten speziell für das Gesundheitszentrum in Erbach erstellt. Hierbei fragen Mitarbeiter aus Medizin und Pflege anhand einer Numerischen Rating-Skala (NRS) die Schmerzintensität ihrer Patienten ab und passen die Medikamente entsprechend an. Die Patienten dürfen nach der Prothesenoperation von Beginn an voll belasten, was zum Wohlbefinden und zur rascheren Mobilisierung beiträgt.

 

Um langfristig gesehen seine Gesundheit wieder herzustellen, muss der Patient bereit sein, die mehrere Monate dauernde Nachbehandlung zu absolvieren und aktiv an seiner Rehabilitation mitzuarbeiten. Wichtig ist das Gesamtkonzept einschließlich der Rehabilitation. Vor allem braucht der Patient Vertrauen in seinen Operateur und die Gewissheit, nach dem Eingriff die notwendige Rehabilitation mit Eigenaktivität zu unterstützen.

 

Kontakt & Terminvereinbarung

MVZ am Gesundheitszentrum Odenwaldkreis GmbH

Albert-Schweitzer-Straße 8

64711 Erbach

Telefon (0 60 62) 79 43 00

www.GZ-Odw.de

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